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Dissertation

Ziel der Dissertation ist es, postkoloniale Ansätze für die politische Didaktik nutzbar zu machen. Dafür werden Vorstellungen von Schüler_innen zu Globalisierung unter postkolonialer Perspektive analysiert.

Diese Vorstellungen wurden bereits im Projekt „Denkweisen der Globalisierung“ erhoben – allerdings mit einem anderen Fokus ausgewertet. Den methodischen Rahmen bietet hierfür im Wesentlichen die qualitative Inhaltsanalyse sowie die postkoloniale und rassismuskritische Theorie. Dabei geht es nicht um einen engen Begriff des Postkolonialen, der diesen Fokus auf das (Un-)Wissen über die Geschichte des Kolonialismus reduzieren würde. Postkoloniale Theorie wird vielmehr als ein Ansatz verstanden, der die herrschenden Episteme grundlegend in Frage stellt und dabei sowohl die Geschichte als auch die Gegenwart der neokolonialen Weltordnung, sowie Denkweisen einer kolonialen Tradition und dem Widerstand dagegen berücksichtigt. In der Analyse der Vorstellungen der Schüler_innen von Globalisierung geht es dabei nicht nur darum, wo sich – und in welchen Ausprägungen – Elemente kolonialer Denkformen finden lassen. Es soll auch darum gehen, wo diese Denkweisen von der herrschenden Norm abweichen. Die von den subjektiven Vorstellungen ausgehende Analyse zielt dabei darauf ab, sowohl für den Lerngegenstand Globalisierung als auch allgemeiner in der politischen und ökonomischen Bildung andere Ansätze für Lern- und Lehrmöglichkeiten aufzuzeigen und den Bereich für postkoloniale Aspekte zu sensibilisieren.