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Ausgewählte Schriften Prof. Dr. Dirk Lange

Moderation von Zeitschriften

 Praxis Politik

 

Wahlen, Themenheft „Praxis Politik“, Jg. 5, H. 4/2009, Westermann-Verlag, 60 S.  

Mit den Europawahlen, der Wahl des Bundespräsidenten, Kommunal- und Landtagswahlen hat das Superwahljahr bereits einige spannende Momente bereitgehalten, die auch für den Politikunterricht viel Diskussionsstoff und aktuelle Aufhänger bieten. Mit den Bundestagswahlen im September 2009 erreicht dieses äußerst politische Jahr ihren Höhepunkt, dessen Diskussion im Unterricht vor allem für (bald) wahlberechtigte Schülerinnen und Schüler interessant sein dürfte. Aber auch für die Mittelstufe bieten sich praxisnahe Unterrichtssituationen, in denen das Demokratieverständnis der Jugendlichen trainiert werden kann. Mit den Beiträgen dieser Ausgabe nähern sich die Autorinnen und Autoren den Akteuren und Prozessen an, die für beinahe jeden Wahlgang und seine Vorbereitung typisch sind. Die Methoden lassen sich daher auch auf zukünftige oder vergangene Wahlen übertragen. Die spezifischen Trends dieses Superwahljahres, wie beispielsweise die wachsende Bedeutung des Internets für die politische Inszenierung und den Wahlkampf, sowie die geschwächte Position der ehemals großen Volksparteien werden in den Unterrichtsvorschlägen ebenso aufgearbeitet wie generelle Fakten zu Wahlabläufen und den involvierten Institutionen.


Institutionen der Demokratie in Einzelstunden, Themenheft „Praxis Politik“, Jg. 4, H. 6/2008, 60 S.

Diese Ausgabe von PRAXIS POLITIK präsentiert Ihnen 14 Unterrichtsbeiträge in neuem Format: Dem einführenden Autorentext mit Lösungshinweisen folgen jeweils eine Materialseite mit Übungsblatt. Auf diesem Übungsblatt finden Sie neben herkömmlichen Aufgaben vor allem schülergerechte Anleitungen zu einer methodisch gezielten Erschließung der vorangegangenen Materialien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung des Textverständnisses und der Visualisierung komplexer Zusammenhänge. Diese Kurzbeiträge eignen sich besonders gut für Einzel- und Vertretungsstunden, lassen sich aber auch problemlos in ganze Unterrichtsreihen einbetten. Entstanden ist so ein kompetenzorientiertes und abwechslungsreiches Basisheft, das ganz praktische Zugänge zu den hier vorgestellten Institutionen der Demokratie eröffnet.

 

Grundrechte, Themenheft „Praxis Politik“, Jg. 3, H. 2/2007, Westermann-Verlag, S. 68.

Die Grundrechte regulieren das Verhältnis zwischen dem Staat und seinen Bürgerinnen und Bürgern. Sie sind einklagbar und können als Abwehrrechte gegen staatliche Übergriffe verstanden werden. Sie verorten sich im Kontext der Menschenrechte, nach denen jeder Mensch über unveräußerliche Rechte verfügt. Das PRAXIS POLITIK-Heft „Grundrechte“ führt in die Grundrechte der Bundesrepublik Deutschland ein. Die 22 Einzelstunden können bei Bedarf auch unabhängig vom sonstigen Unterrichtsgeschehen eingesetzt werden, etwa bei Vertretungsstunden.

 

Fußball, Themenheft „Praxis Politik“, Jg. 2, H. 2/2006, Westermann-Verlag, S. 60.

„Das ist hier wirklich ein Kampf Mann gegen Mann“, kommentierte Hans-Hubert Vogts einst anerkennend ein Frauenländerspiel. Heute ist Fußball längst keine reine Männersache mehr. Die Weltmeisterschaft wird Jungen wie Mädchen bereits im Vorfeld in ihren Bann ziehen. Die Politische Bildung sollte diese Begeisterung für den Ballsport aufgreifen und das Kulturobjekt als Lerngegenstand nutzen. Denn die Welt der Kicker ist angehäuft mit Politik. Aber wie? Praxis Politik begreift das Alltagsphänomen „Fußball“ als Ausgangspunkt für fachliche Lernwege. Wir haben fußballbezogene Materialien für Sie zusammengetragen und Unterrichtsvorschläge entwickelt, die den Schülerinnen und Schülern vielfältige sozialwissenschaftliche Horizonte eröffnen. Sei es soziale Differenz, politische Macht, wirtschaftlicher Gewinn oder kulturelle Identität: Im Fußball spiegelt sich die gesellschaftliche Wirklichkeit!

 

Demokratie leben und lernen, Themenheft „Praxis Politik“, Jg. 1, H. 3/2005, S. 60.

Demokratie ist eine "soziale Idee", so nannte es der amerikanische Pädagoge John Dewey (1859-1952). Soziale Ideen sind aber nichts Selbstverständliches und erst recht kein Naturgesetz. Sie werden von Menschen erdacht und von Menschen strapaziert. Was sich auf Dauer nicht bewährt, landet auf dem berühmten "Müllhaufen der Geschichte".
Auch Demokratie hat immer wieder neu den Beweis anzutreten, dass sie die politisch beste Form des Zusammenlebens ist. Dazu muss sie möglichst frühzeitig erlernt, erfahren und vor allem eingeübt werden. Und so hätten wir die vorliegende Ausgabe von PRAXIS POLITIK ebenso gut auch "Praxis Demokratie" nennen können. Mögen unsere Unterrichtsvorschläge und Materialien Ihnen dazu möglichst viele Inspirationen für Ihre eigene Praxis liefern!

 

Globalisierung, Themenheft „Praxis Politik“, Jg. 1, H. 1/2005, S. 52.

Globalisierung bezeichnet den gesellschaftlichen Prozess einer weltumspannenden Verflechtung wirtschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Aktivitäten. Tendenzen der Internationalisierung sind seit der Entwicklung des Kapitalismus zu beobachten. Der Begriff der Globalisierung weist darauf hin, dass diese Entwicklung mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes und den technischen Innovationen der 1990er Jahre (Ausbreitung des Internets; Telekommunikation) eine neue Dynamik erfahren hat.

 

 

 

Praxis Geschichte

 

Arbeit im Industriezeitalter, Themenheft „Praxis Geschichte“, Jg. 18, H. 5/2005, S. 60.

Die Krise der Arbeitsgesellschaft zählt zu den größten politischen Herausforderungen der Gegenwart. Sie hat ihre Wurzeln in dem ständigen Wandel der Arbeitswelt seit der Industrialisierung. Diese Praxis Geschichte-Ausgabe behandelt die Transformation der Arbeit im Prozess der Modernisierung. Gewählt wurden verschiedene Blickwinkel – die der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer, der Angehörigen oder des distanzierten Beobachters. Neue Quellen und Zeitzeugeninterviews sowie weniger bekannte Stationen der Arbeitswelt bieten Anregung für einen methodisch vielfältigen Unterricht.

 

Kriegsende 1945, Themenheft „Praxis Geschichte“, Jg. 18, H. 2/2005, S. 68.

Das Jahr 1945 erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs und vor allem an die Befreiung vom Nationalsozialismus. In globaler Perspektive markiert das Epochenjahr eine zentrale Zäsur: das Ende der alten europäischen Ordnung, den Beginn des Kalten Krieges und den Einsatz der Atombombe. Zum sechzigsten Jahrestag des Kriegsendes eröffnen die Beiträge dieser Praxis Geschichte-Ausgabe Erfahrungshintergründe und Deutungsperspektiven, bieten einen problemorientierten globalen Zugriff und fragen nach der Gegenwartsbedeutung der Epochenwende.

 

Migration, Themenheft „Praxis Geschichte“ Jg. 16, H. 4/2003, S. 60.

Die Frage nach dem richtigen Umgang mit „Migrationen“ stellt eine der großen Herausforderungen der Gegenwart dar. Es ist politisch und gesellschaftlich umstritten, wie in diesem Problemfeld sinnvoll agiert werden soll. Dieses Praxis Geschichte-Heft beschäftigt sich mit dem Beitrag, den der Geschichtsunterricht leisten kann, um Schülerinnen und Schülern einen kompetenten Umgang mit migrationsbezogenen Fragestellungen zu ermöglichen. In einem problemorientierten Zugang zeigen die Unterrichtsbeispiele auf, wodurch Wanderungen von Menschen verursacht werden, wie dabei Aspekte der Freiwilligkeit und des Zwangs zusammenwirken und welche gesellschaftlichen Effekte von Einwanderern ausgelöst werden.

 

 

Polis

 

Polis 3/2010, Schwerpunkt: Politische Bildung - interkulturell

Die gegenwärtige Migrationsgesellschaft steht vor Herausforderungen, denen sich auch die Politische Bildung stellen muss. Die Politische Bildung sollte sich fragen, ob sie hinreichend zur Kenntnis genommen hat, welche Konsequenzen der migrationsbedingte Wandel für die Entwicklung des Bürgerbewusstseins hat. Genügen die aktuellen Konzeptionen interkultureller politischer Bildung den Anforderungen einer mündigen Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger in der Migrationsgesellschaft?

Zum Auftakt plädiert Dirk Lange in seinem Beitrag über Migrationspolitische Bildung für eine stärkere Reflexion dieses Themas in der Politischen Bildung und die Entwicklung adäquaterer Bildungsmaßnahmen. Anschließend stellt Sven Rößler Neuere Ansatze der Migrationsforschung vor, wobei er historisch gewachsenen Vorstellungen über Migrations- und Integrationsprozesse aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gegenüberstellt. Tammo Grabbert analysiert die Ergebnisse einer Studie über Migration im niedersächsischen Schulbuch. Er verweist auf die Notwendigkeit einer Ausrichtung an neuen migrationsdidaktischen Prinzipien. Im Rahmen einer Untersuchung diskutiert Andreas Lutter, inwiefern in den Schülervorstellungen didaktische Anknüpfungspunkte für die migrationspolitische Bildung ersichtlich werden. Meike Jens präsentiert in der Didaktischen Werkstatt ein internationales Projekt zur Lehrer/-innenfortbildung im Rahmen einer Diskriminierungskritischen politischen Bildung. Auf S. 32 erörtert Andreas Brunold die aktuelle Diskussion um die Fachbezeichnung der Politikdidaktik.

Polis 3/2009, Schwerpunkt: Politik von unten – Vorstellungen von Schülern

Politische Bildung wird in der Regel aus der Perspektive der Bezugswissenschaften gestaltet. Dabei stellt sich die Frage, wie relevante Fachgegenstände schülergerecht reduziert, transformiert oder methodisiert werden können. Diese Form der Schülerorientierung reicht aber nicht aus.

Didaktisch sollten wir die fachlichen Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern als Ausgangspunkt wählen. Wenn es gelingt, die fachlichen Sinnwelten der Lernenden zu rekonstruieren, können wir die „Defizit-Brille“ des Belehrenden beiseitelegen. Das Bürgerbewusstsein navigiert den Einzelnen in der politisch-gesellschaftlichen Wirklichkeit. Es ist subjektiv plausibel und Ausdruck politischer Kompetenz. Schülervorstellungen erscheinen dann weniger als zu überwindende Fehlvorstellungen, sondern als nützliche Anknüpfungspunkte für eine reflektierte Konstruktion von Lernwegen zu den angestrebten Unterrichtszielen.

Mit dem Themenschwerpunkt dieses POLIS-Heftes soll ein Einblick in die „Politik von unten“ geben werden, mit der wir in der Politischen Bildung alltäglich konfrontiert sind. Die Fachbeiträge sind aus empirischen Untersuchungen über die Politikvorstellungen von Schülerinnen und Schülern hervorgegangen. In der Darstellung konzentrieren sie sich auf die wesentlichen Denkkonzepte der Lernenden und auf fachdidaktische Leitlinien, die sich aus den Befunden entwickeln lassen.

 

Polis 2/2007, Schwerpunkt: Politikbewusstsein

Wie denken Schülerinnen und Schüler über Politik? Mit welchen Begriffen beschreiben sie die politische Wirklichkeit? Welche Modellierungen leiten den politischen Lernprozess? Das sind Fragen, die wir viel zu selten stellen und nur bruchstückhaft beantworten können. Die outcome-orientierte Bildungslandschaft verlangt aber auch von der Politischen Bildung, dass die individuellen Lernwege genauer in den Blick genommen werden. In dem vorliegenden POLIS-Schwerpunkt „Politikbewusstsein“ werden didaktische Kategorien vorgestellt, die subjektive Dimensionen des Politischen erfassen.

Zunächst wird das Politikbewusstsein im Kontext des Bürgerbewusstseins verortet. Der Beitrag leistet eine begriffliche Differenzierung und gibt Hinweise für die Diagnose und Planung politischer Bildungsprozesse (Dirk Lange). Gerhard Himmelmann betont die normative Seite des Politikbewusstseins und zeigt auf, dass es nicht nur Wissen und Kenntnisse, sondern auch Einstellungen und Werthaltungen enthält. Politische Bildung sei deshalb immer auch Förderung von Demokratiebewusstsein. Carl Deichmann schlägt einen personenbezogenen Zugang der Politischen Bildung vor. Sein Beitrag thematisiert die Politische Bewusstseinsbildung in der Alltagswelt. Die Didaktische Werkstatt teilt sich in eine Forschungs- und Praxiswerkstatt. Jan van Deth und Julia Rathke berichten aus ihrem DFG-Projekt zur Erforschung des Politikbewusstseins junger Kinder und stellen erste Ergebnisse vor. Helmut Vietze stellt Erfahrungen aus seinem Politikunterricht vor und beschreibt die politische Bewusstseinsbildung von Schülerinnen und Schülern.

 

 

Polis 2/2005, Schwerpunkt: Geschichtspolitik

Geschichte ist ein Bestandteil von Politik. Politik ist ein Bestandteil von Geschichte. Wer sich historisch schult, berücksichtigt auch die politische Dimension der Geschichte, und wer sich politisch bildet, bezieht die historische Bedingtheit von aktuellen Problemen mit ein. Dieser Umstand hat seit jeher Konsequenzen für die Politische Bildung gehabt.

Die Schulfächer Politik und Geschichte gehen aber nicht ineinander auf. Aus guten Gründen haben sich deshalb in den vergangenen 25 Jahren zwei eigenständige Fachdidaktiken etabliert. In der Politikdidaktik ging diese Profilierung mit einer zunehmenden Vernachlässigung der historischen Dimension des Politischen einher.

Angesichts aktueller politischer Auseinandersetzungen um die Geschichte und um das „richtige“ Erinnern besteht aber ein dringender Handlungsbedarf für die Politische Bildung. In der Fachwissenschaft hat sich unter den Konzepten der „Geschichtspolitik“, „Vergangenheitspolitik“ oder „Erinnerungspolitik“ längst ein Diskurs etabliert, der auf die politische Dimension von Geschichtsdeutungen fokussiert. Von der Politischen Bildung sind diese innovativen Zugänge noch nicht hinreichend wahrgenommen und didaktisiert worden.

Das vorliegende POLIS-Heft will einen Einblick in das Problemfeld der „Geschichtspolitik“ geben. Zunächst fuhren Peter Steinbach und Peter Reichel mit ihren Essays in den aktuellen Diskussionsstand ein. Die Beiträge der „Didaktischen Werkstatt“ reflektieren Beispiele aus der Bildungspraxis, in denen kontroverse Geschichtsdeutungen den Lerngegenstand darstellen.

Angesichts aktueller Herausforderungen muss die Politische Bildung die historische Dimension wiederentdecken. Sie hat die Aufgabe, Lernende zur selbstständigen Reflexion von und zur aktiven Beteiligung an geschichtspolitischen Deutungskontroversen zu befähigen.