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Prof Dr. phil. habil. Gert Schäfer

Nachruf auf
Prof. Dr. Gert Schäfer
* 16.4.1941 † 16.10.2012

 

 

Lebenslauf (Vgl. Wikipedia)

  • Geboren 1941 in Stuttgart. Abitur 1960 an einem mathematisch-naturwissenschaftlichem Gymnasium.- Seit 1960 Studium besonders der Fächer Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Tübingen und Frankfurt am Main.
  •  1963-1970 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Wissenschaft von der Politik, J.W. Goethe-Universität Frankfurt/M.
  • 1970-1975 Redakteur der Zeitung „links“. Mitherausgeber „Kritische Studien zur Politikwissenschaft“ (Europäische Verlagsanstalt) 1968-1972  „Gesellschaft. Beiträge zur Marxschen Theorie“ (Suhrkamp Verlag) 1974-1979.
  • 1973  Promotion zum Dr. phil.  Akademischer Rat am Seminar für Wissenschaft von der Politik an der Technischen Universität Hannover.
  • 1975-1977 Mitglied der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, T.U. Hannover.
  • 1977 Habilitation für Wissenschaft von der Politik.
  • 1978/79 Dekan des Philologisch-Historischen Fachbereiches der Universität Hannover.
  • 1982 Professor für Wissenschaft von der Politik, insbesondere Theorie und Soziologie der Politik, Universität Hannover.
  • 1983-1987 Wahl-Senator.
  • 1987- 1993 Mitglied der Haushalts- und Planungskommission.
  • 1993-1995 Vizepräsident der Universität Hannover.
  • 2000-2002 Dekan des Fachbereiches Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften.
  • Viele Jahre Geschäftsführender Direktor des Institutes für Politische Wissenschaft.
  • Mitglied der Leibniz-Sozietät.

 

Lehr- und Forschungsschwerpunkte:

  •  Politische Theorie und Gesellschaftstheorie. Politische Systeme.

 

Publikationen

 Monographien und Sammelbände:

  • Politik ohne Vernunft oder die Folgen sind absehbar. Hrsg. mit Carl Nedelmann. Mit einem Vorwort von Walter Jens, Reinbek bei Hamburg 1965.
  • Der CDU-Staat. Studien zur Verfassungswirklichkeit der Bundesrepublik Deutschland. Hrsg. mit Carl Nedelmann, München 1967, 2. überarbeitete und ergänzte Ausgabe, 2 Bände, Frankfurt am Main 1969.
  • Die Kommunistische Internationale und der Faschismus, Offenbach 1973.
  • Karl Marx, Friedrich Engels, Staatstheorie. Hrsg. und eingeleitet mit Eike Hennig, Joachim Hirsch, Helmut Reichelt, Frankfurt/M., Berlin, Wien 1974 (in verschiedene Sprachen übersetzt).
  • Marxismus und Bürokratie. Umriß einer theoretischen und politischen Auseinandersetzung, Hannover 1981.
  • Klassische Antike und moderne Demokratie. Arthur Rosenberg zwischen Alter Geschichte und Zeitgeschichte, Politik und Politischer Bildung. Hrsg. und eingeleitet mit Rudolf Wolfgang Müller, Göttingen, Zürich 1986.
  • „Liebling der Partei“. Bucharin - Theoretiker des Sozialismus. Beiträge zum internationalen Symposium 1988. Hrsg. mit Theodor Bergmann, Hamburg 1989. Englisch: Bukharin in Retrospect, ed. with Marc Selden, New York, London 1996. Chinesisch: Beijing 1994.
  • Leo Trotzki – Kritiker und Verteidiger der Sowjetgesellschaft. Beiträge zum internationalem Symposium 1990. Hrsg. mit Theodor Bergmann, Mainz 1993.
  • Macht und öffentliche Freiheit. Studien zu Hannah Arendt, Frankfurt/M., Hannover 1993.
  • Lenin. Theorie und Praxis in historischer Perspektive. Beiträge zum internationalen Symposium 1993. Hrsg. mit Theodor Bergmann, Wladislaw Hedeler, Mario Keßler, Mainz 1994.
  • Gewalt, Ideologie und Bürokratismus. Das Scheitern eines Jahrhundertexperimentes, Mainz 1994.
  • Zwischen Utopie und Kritik. Friedrich Engels – ein „Klassiker“ nach 100 Jahren. Beiträge zum internationalen Symposium 1995. Hrsg. mit Theodor Bergmann, Mario Keßler, Joost Kircs, Hamburg 1996.
  • Ausblicke auf das vergangene Jahrhundert. Die Politik der Internationalen Arbeiterbewegung von 1900-2000. Festschrift für Theodor Bergmann zum 80. Geburtstag. Hrsg. mit Wladislaw Hedeler und Mario Keßler, Hamburg 1996.
  • Der Widerschein der Russischen Revolution. Ein kritischer Rückblick auf 1917 und die Folgen. Beiträge zum internationalen Symposium 2001. Hrsg. mit Theodor Bergmann und Wolfgang Haible, Hamburg 2002.
  • Geschichte wird gemacht. Soziale Triebkräfte und internationale Arbeiterbewegung im 21. Jahrhundert. Hrsg. mit Theodor Bergmann und Wolfgang Haible, Hamburg 2002.
  • Gegen den Strom. Politische Wissenschaft als Kritik, Hannover 2006.
  •  „Dann fangen wir wieder von vorne an“. Fagen des kritischen Kommunismus  – Theodor Bergmann zum 90. Geburtstag. Hrsg. mit Helmut Arnold, Hamburg 2007.


Editionen und Übersetzungen (u.a.).

  • Maurice Dobb, Organisierter Kapitalismus. Fünf Beiträge zur Politischen Ökonomie, Frankfurt/M. 1966.
  • Peter Bachrach, Die Theorie demokratischer Elitenherrschaft. Eine Kritik. Mit einer Vorrede von Sheldon Wolin, Frankfurt/M., Wien 1970.
  • Franz Neumann, Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus. Mit einem Nachwort F. Neumanns Behemoth und die heutige Faschismusdiskussion (S. 665-776), Köln, Frankfurt/M. 1977.
  • Fritz Sternberg, Der Faschismus an der Macht. Mit einer Einleitung, Hildesheim 1981.
  • Kurt Stechert, Wie war das möglich? Der Ursprung des Dritten Reiches in historischer und soziologischer Bedeutung. Mit einem Vorwort, Hildesheim 1983.


Aufsätze (Auswahl. Nicht erwähnt z.B. die Aufsätze in „links“ 1969-1975 sowie Einleitungen zu Büchern anderer Autoren).

  • Katechismus zur deutschen Frage. Mit Hans-Magnus Enzensberger, Walter Euchner und Dieter Senghaas. In: Kursbuch 4, 1966, S. 1-40.
  • Demokratie oder Oligarchie? Zur Entwicklung der politischen Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland. In: Offene Welt. Zeitschrift für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Eine politische Bilanz 1947-1967, S. 90-102.
  • Die Chancen der Nationaldemokraten. Über das Verhältnis der rechtsextremen Randgruppen zur allgemeinen politischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland. In: Rechtsradikalismus. Hrsg. von Iring Fetscher, Frankfurt am Main 1967, S.67-94.
  • Die befohlene Demokratie. In: Die Restauration entläßt ihre Kinder oder der Erfolg der Rechten in der Bundesrepublik. Hrsg. von Freimut Duve, Reinbek bei Hamburg 1968, S. 123-134.
  • Zum Problem der Dialektik bei K. Marx und W. I. Lenin. In: Studium Generale 21, 1968,  S. 934-962.
  • Renaissance du nazisme en Allemagne de L'Ouest – Le Parti National-Démocrate. In: ETUDES, Paris, Mai 1968, S. 650-665.
  • Demokratie und Totalitarismus. In: Politikwissenschaft. Eine Einführung in ihre Probleme. Hrsg.von Gisela Kress und Dieter Senghaas, Frankfurt/M. 1969, S. 105-154. 2. überarbeitete und ergänzte Ausgabe Frankfurt/M. 1972, S. 93-134.
  • Ökonomische Bedingungen des Faschismus (1971). Mit einer Vorbemerkung und Nachbemerkung 1974. In: Texte zur Faschismusdiskussion I. Positionen und Kontroversen. Hrsg. Reinhard Kühnl, Reinbek bei Hamburg 1974, S. 204-219.
  • Was heißt bürokratischer Sozialismus? Versuch einer Würdigung von Rudolf Bahros „Anatomie des real existierenden Sozialismus“. In: Prokla. Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik, 31, 1978, S. 33-55.
  • Materialistisches Paradigma und gesellschaftliche Totalitat, Karl Marx, Max Weber und die Kritische Theorie (Deutscher Soziologentag 1982). Italienisch in: Marx-Weber. Hrsg. Enzo Magris, Milano 1983, S. 37-70.
  • Erklärungsversuche des deutschen Faschismus. In: Vorträge 1933 und danach. Hrsg. vom Historischen Museum am Hohen Ufer, Hannover 1983, S. 7-36.
  • Ein Intellektueller an der Seite der Arbeiterbewegung. Über einige Motive im Denken von Franz Leopold Neumann. In: Recht, Demokratie und Kapitalismus. Aktualität und Probleme der Theorie Franz L. Neumanns. Hrsg. von Joachim Perels. Baden-Baden 1984, S. 13-63.
  • Der 'Stachel' Jürgen Habermas. In: Theorie und Praxis heute. Ein Kolloquium zur Theorie und politischen Wirksamkeit von J. Habermas, Frankfurt/M., Hannover 1990, S. 64-73.
  • J.W. Stalin. In: Klassiker des Sozialismus, Band II. Hrsg. von Walter Euchner, München 1991, S. 128-150, 293-297.
  • Elend nach dem Enthusiasmus? Zur Entwicklung in der ehemaligen Sowjet-Union und zu uns. In: vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, 30. Jahrgang, Heft 6,  Dezember 1991, S. 53-56.
  • Die Bedeutung des deutschen Überfalls für die sowjetische Gesellschaft. In: Der Mensch gegen den Menschen. Überlegungen und Forschungen zum deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941, Hrsg, von Hans-Heinrich Nolte, Hannover 1992, S. 192-205.
  • Über die Grenzen von Gewaltpolitik, Ideologie und bürokratischer
    Herrschaft.
    In: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Hrsg.,
    Jahrbuch 91/92, S. 301-316.
  • Die Sozialwissenschaften und das Ende des sowjetischen Wegs zum Sozialismus. 18. Kongreß der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft. In: Leviathan. Zeitschrift für Sozialwissenschaft 1/1992, S. 83-103.
  • Ausländerfeindliche Topoi offizieller Politik. In: Wolfgang Kreutzberger u.a., Aus der Mitte der Gesellschaft – Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik, Hannover, Frankfurt/M. 1993, S. 78-93.
  • Lenin und Stalin als Diktatoren. In: Das Scheitern diktatorischer Legitimationsmuster und die Zukunftsfähigkeit der Demokratie.  Festschrift für Walter Euchner. Hrsg. von Richard Saage,  Berlin 1995, S. 47-57.
  • Hannah Arendts Gedanken über politische Urteilsbildung. In: Die Welt des Politischen. Loccumer Protokolle 60/1995. Hrsg. von Hans-Peter Burmeister und Christoph Hüttig, S. 83-100.
  • Die Oktoberrevolution im Urteil westlicher kommunistischer Dissidenten. In: Utopie kreativ 79, 1997, S. 56-65.
  • Die Reformprozesse im gegenwärtigen Rußland. Ergebnisse und Aussichten. Ein Blick von Außen, S. 1-41. Russisch Moskau 1997, chinesisch Beijing 1998.
  • Das Kommunistische Manifest 1848-1998, Gewerkschaftsforum 2000, Suttgart 1998, S. 1-30. Chinesisch Beijing 1998.
  • Friedrich Engels: Builder of Closed Systems? In: Science and Society, Vol. 62, No. 1, 1998, S. 35-47.
  • Erfindungen und Abgesänge des Politischen. In: Zwischen Triumph und Krise. Zum Zustand der liberalen Demokratie. Hrsg. von Gunnar Berg und Richard Saage, Opladen 1998, S. 425-460.
  • Die „SPIEGEL-Affäre“ – Erinnerung an einen Wendepunkt. In: Opposition als Triebkraft der Demokratie. Bilanz und Perspektiven der zweiten Republik. Festschrift für Jürgen Seifert. Hrsg. von Michael Buckmiller und Joachim Perels. Hannover 1998, S. 51-68.
  • Arthur Rosenberg. Verfechter revolutionärer Realpolitik. In: Ketzer im Kommunismus. 23 biographische Essays. Hrsg. von Theodor Bergmann und Mario Keßler, Hamburg 2000, S. 101-122.
  • Wider die Paralyse der Kritik – Herbert Marcuse. In: Judentum und politische Existenz. 17 Porträts deutsch-jüdischer Intellektueller. Hrsg. von Michael Buckmiller, Dietrich Heimann, Joachim Perels, Hannover 2000, S. 191-211.
  • Denkweg zwischen Tradition und Neubeginn – Hannah Arendt. In: Judentum und politische Existenz, ebenda, S. 385-416.
  • Das Verbot der 'Sozialistischen Reichspartei' (SRP) und die Verankerung ihrer Ideologie in der Gesellschaft. In: Joachim Perels, Hrsg., Der Rechtsradikalismus – ein Randphänomen? Hannover 2003, S. 11-25.
  • Demokratie, Sozialstaatlichkeit, gesellschaftliche und individuelle Verantwortung. In: Sozialstaat und Gerechtigkeit. Hrsg. von Detlef Horster, Weilerswist 2005, S. 12-36.
  • Der Anspruch einer neuen Demokratie und ihr Scheitern im bürokratischen Sozialismus. In: „Die Wache ist müde“. Neue Sichten auf die russische Revolution von 1917 und ihre Wirkungen. Hrsg. von Wladislaw Hedeler und Klaus Kinner, Berlin 2008, S. 338-358.