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Dissertation

Betreuer: Prof. Dr. Dirk Lange, Promovend: Silvio Peritore

Thema: Die geteilte Verantwortung. Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma in der deutschen Erinnerungspolitik.

 
Kurzdarstellung
Gegenstand der geplanten Dissertation sind primär erinnerungspolitische, aber auch historische, politische, gesellschaftliche, kulturelle, moralische, psychologische und rechtliche Aspekte bzw. Prozesse. Im Mittelpunkt steht die Perspektive eines von Gerechtigkeit und Chancengleichheit für alle Bürger geprägten Miteinanders in einer - oft propagierten - offenen und werteorientierten Gesellschaft, gleich ob die Bürger den Mehrheitsgesellschaften oder Minderheiten angehören. Der in demokratischen Gesellschaftsformen gerne postulierte Begriff der „Toleranz“ gegenüber Minderheiten oder „anderen“ Lebensformen ist gleichsam eine Vision, die in der Praxis kaum einzulösen ist. Mithin geht es nicht um Toleranz, sondern um Respekt, Akzeptanz, Gerechtigkeit, Würde und gleiche Teilhabe an denjenigen sozialen und rechtlichen Errungenschaften, welche die Kernelemente einer jeden pluralistischen und rechtsstaatlich-demokratisch verfassten gesellschaftlichen Grundordnung bilden. Konkret nimmt die Untersuchung einen Blick auf die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma als Opfer des nationalsozialistischen Völkermords im Kontext der deutschen Erinnerungspolitik. Dabei fokussiert sich der Forschungsschwerpunkt auf die Entwicklung des öffentlichen Gedenkens sowie eine Analyse der ständigen Holocaust-Ausstellungen an den ehemaligen Orten der Verbrechen, den heutigen Gedenkstätten unter dem Aspekt einer thematischen Einbeziehung der Sinti und Roma als Opfer des NS-Völkermords.

 

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