• Zielgruppen
  • Suche
 

Dissertation

Betreuer: Prof. Dr. Dirk Lange, Promovend: Sven Rößler

Thema: Gebrochene Souveränität/souveräne Gebrochenheit – Das Politische, Sexualität und Alltag in der Krise der Moderne

 

Kurzdarstellung

In modernen Gemeinwesen ist ein genuines Bewußtsein der eigenlogische Sphären auszeichnenden Begriffe von "Öffentlichkeit" und "Privatheit" durch weitgehende Auflösung in ein übergreifend-hybrides Verständnis des "Sozialen", das zudem auch zunehmend räumlich entgrenzt wird, annähernd verloren gegangen.

Vor dem Hintergrund dieser Situation, deren Befund im Wesentlichen aus den zeitgenössischen modernitätskritischen Beiträgen zur Politischen Theorie des 20. Jahrhunderts von Hannah Arendt und der "klassischen" Kritischen Theorie rekonstruiert werden soll, werden die zugleich zentralen wie widersprechenden - und sich daher anbietenden - Kategorien des "Politischen" und der "Sexualität", im Versuch ihren vormaligen Eigensinn bewahrender Kritik, einer exemplarischen Neubestimmung für die - insbesondere durch den Bedeutungswandel auch des (National-) Staates gekennzeichnete - Gegenwart unterzogen.

Angesichts der die zukünftig zu erwartenden sich verschärfenden Ambivalenzen praktisch antizipierenden, bereits von technisch vermittelter Mediatisierung in neuer Qualität durchsetzten und so, als enggeführtes Erkenntnisinteresse, selbstverständlich auf Subjektivierungs- und Welterschließungspraxen ein- und zurückwirkenden, jugendlichen Alltagskultur, soll hierzu diese auf ihre spezifischen - scheiternden, problematischen, aber auch befreienden und kreativ/subversiven oder schlicht tauglichen - Aneignungs- und Expressionsformen sowie so unterstellbaren Potentiale politischen Handelns, Sprechens und Urteilens hin befragt werden.

 

»» zurück ««