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Vergleichende Analysen von Unterrichtsmaterialien

Leitung: Prof. Dr. Dirk Lange; Mitarbeiter: Dr. Waltraud Meints-Stender, Andreas Slopinski

Projektbeschreibung

Durch die Einführung einheitlicher Anforderungen in den Abiturprüfungen, der Bildungsstandards und der Kerncurricula wird nicht nur markiert, was am Ende eines schulischen Bildungsgangs gewusst und gekonnt werden soll, sondern es wird auch ein systematischer Wissensaufbau gefordert. Darüber hinaus wird die Entwicklung fächerübergreifender Kompetenzen (z. B. Argumentieren, Kommunizieren, Problemlösen) gewünscht. Um die Entwicklung übergreifender Kompetenzen in der Schule über die Schuljahre hinweg zu realisieren, ist in besonderer Weise die Kooperation zwischen den Fächern und Fachdidaktiken und der Allgemeinen Didaktik gefordert.

Daraus abgeleitet stellt sich zum einen die Frage, wie der Aufbau von Wissen und Können einschließlich der verschiedenen Fächern angelegt werden soll und welche Rolle dabei die Lernaufgaben spielen können.

Zentrale Fragen sind hier: Wie findet der Wissensaufbau statt? Welchen Beitrag leisten die Aufgaben des Fachunterrichts zum Erwerb des notwendigen Wissens und Könnens? Wie werden dabei erforderliche Denk- und Lernprozesse angelegt? Inwieweit werden die fachspezifischen Lernprozesse gefördert? Durch welche Art von Aufgaben kann dies gelingen und wie berücksichtigen diese Aufgaben unterschiedliche Anforderungsbereiche und Anspruchsniveaus, die in den Bildungsstandards vorgesehen sind?

Zum anderen soll unter einer interdisziplinären Fragestellung durchdacht werden, inwieweit für die Bearbeitung von Problemen neben fachbezogenem Denken auch Wissensbestände und Verfahren aus anderen Domänen heranzuziehen sind.

Damit einher gehen die Frage: Gelingt es, die in einem Fach erworbenen Kompetenzen bei Problemen in anderen Fächern anzuwenden? Welche Unterschiede in der Art der Aufgabenbearbeitung und Problemlösung mit Blick auf verschiedene Fächer werden deutlich? Inwiefern kann unter einer wissenschaftstheoretischen Perspektive über unterschiedliche Denkformen in den verschiedenen Domänen mit Schüler/-innen nachgedacht werden?

Mittels einer Materialanalyse sollen insbesondere Aufgaben in neueren Schulbüchern analysiert werden, um zu prüfen:

  • inwieweit die Forderungen der Bildungsstandards und Kerncurricula hinsichtlich verschiedener Facetten von Kommunikationskompetenz bereits umgesetzt werden
  • inwieweit die Aufgaben eines Themengebiets Entwicklungen (z. B. hinsichtlich Komplexität oder berücksichtigter Operatoren) aufzeigen
  • inwieweit sich dabei fach- oder fächerkulturspezifische Trends oder auch Gemeinsamkeiten über breite Fächerspektren hinweg identifizieren lassen

 

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