Das ERASMUS-Programm

Inhalte auf dieser Seite
  1. Allgemeines
  2. Erasmus von A-Z

ALLGEMEINES

Erasmus+ ist eines der Bildungsprogramme der Europäischen Union. Das Programm ist für den Hochschulbereich zuständig und beinhaltet die Mobilitätsförderung durch Auslandssemestern, Auslandspraktika und Gastdozenturen.

Am Erasmus-Programm, das vor der Förderperiode 2007-2013 noch unter dem Namen 'Socrates' lief, nehmen die 28 EU-Mitgliedstaaten, Island, Lichtenstein, Norwegen, Schweiz und die Türkei teil.

Die Bewerberinnen und Bewerber des IPW und des ISH haben die Wahl zwischen 32 Partneruniversitäten in 18 Ländern.

Wer seinen/ihren Wunschplatz nicht innerhalb der Partneruniversitäten wiederfindet, hat zudem die Chance über das Promos-Programm  "Programm zur Mobilität von deutschen Studierenden und Doktoranden" (PROMOS), ehemals "Erasmus-Freemover" , an einer europäischen Universität zu studieren.

Ziele und Leistungen - Auslandsstudium

Die Studierenden erhalten mit Erasmus die Möglichkeit, in einem anderen Land zu studieren und ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern. Damit sollen Berufsaussichten verbessert werden und durch den Austausch über Lehr- und Lernmethoden ein Einblick in die akademischen Systeme der europäischen Hochschulen gewährt werden.

Studierende können ab dem 3.Semester am Erasmus-Programm teilnehmen (in Masterstudiengängen auch schon früher). Der Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule des eigenen Fachbereiches, kann für einen Mobilitätszeitraum zwischen drei und zwölf Monaten gefördert werden.

Die Höhe des Stipendiums liegt, anhängig vom Zielland, zwischen 360 und 450 € monatlich. Darüber hinaus entfallen die Studiengebühren für den Zeitraum im Ausland. Im Inland muss bei einer Beurlaubung nur eine geringe Verwaltungsgebühr gezahlt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit der Anerknnung von im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen.

Seit 2014 können Studierende in jedem Studienzyklus einmal an dem Erasmus-Programm teilnehmen, einschließlich der Promotion.

Die Möglichkeit ein Praktikum im Ausland über das Erasmus-Programm zu finanzieren, besteht unabhängig von einem Auslandsstudium.

Ziele und Leistungen - Dozentenmobilität

Die Dozentenmobilität verfolgt das Ziel, durch Gastdozenturen die europäische Dimension der eigenen Hochschule und der Gasthochschule zu stärken und das Lehrangebot zu ergänzen. So profitieren auch Studierende, die nicht im Ausland waren, von dem Fachwissen der Dozierenden, die an anderen europäischen Universitäten lehren. Ein weiteres Kernelement der Dozentenmobilität ist der akademische Austausch über Lehrinhalten und -methoden. Hierzu mehr...

ERASMUS VON A-Z

  • Auszahlung des Stipendiums

    Das Erasmus-Stipendium – auch Mobilitätszuschuss genannt – beträgt derzeit etwa 300-420 Euro pro Monat. Es wird am Anfang des Auslandsaufenthaltes für das folgende Semester abzüglich einer Monatsrate überwiesen. Bei einem zweisemestrigen Aufenthalt wird im Frühjahr der gesamte Betrag für das Sommersemester überwiesen. Die Studierenden erhalten die noch ausstehende Monatsrate, sobald sie nach ihrer Rückkehr alle notwendigen Unterlagen beigebracht haben (siehe „Nach der Rückkehr“).

  • Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen

    Für die Anerkennung im Ausland erbrachter Studien- und Prüfungsleistungen spielen die folgend aufgeführten drei Dokumente eine entscheidende Rolle: 

    1. Das Transcript of Records, ausgestellt von der Partneruniversität.
    2. Das Learning Agreement, unterzeichnet und mit allen potentiell anrechenbaren Kursen.
    3. Das Formular zur 'Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen'.

    Alle drei Dokumente müssen der/dem Anerkennungsbeauftragten des jeweiligen Institutes vorgelegt werden. Anschließend wird im Anerkennungsprozess der Prüfungsausschuss hinzugezogen. Nach dessen Zustimmung erhält das Prüfungsamt im Regelfall automatisch alle erforderlichen Dokumente zur Leistungs- bzw. Notenverbuchung. 

    Die Anerkennungsformulare sind den Studiengängen zugeordnet und stehen auf der zentralen Webseite der Leibniz Universität zum Download bereit: 

    In den aufgeführten, sowie allen weiteren Fällen - beispielsweise für fächerübergreifende Studiengänge - sind die entsprechenden Formulare über die zentrale Webseite Prüfungsinfos & Fachberatung zugänglich. 

  • Auslandsmodul

    Im Auslandsmodul können sich Studierende des Instituts für Politikwissenschaft und des Instituts für Soziologie im Ausland erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen möglichst flexibel anrechnen lassen. In den aktualisierten Prüfungsordnungen des Bachelor- und Masterstudiengangs Politikwissenschaften sowie den Prüfungsordnungen des Bachelor- und Masterstudiengangs Sozialwissenschaften ist das Auslandsmodul verankert. Studierende des fächerübergreifenden Bachelors können nicht die Vorteile des Auslandsmoduls nutzen. In den Modulkatalogen der Studiengänge befinden sich semesterspezifische Informationen bezüglich des Auslandsmoduls.


    VORTEILE DES AUSLANDSMODULS

    Mehr Flexibilität & leichtere Anerkennung

    Üblicherweise benötigen Studierende für die Anerkennung im Ausland erbrachter Studien- und Prüfungsleistungen eine inhaltliche Übereinstimmung mit den Modulen ihres Studiums an der Leibniz Universität. Nur so können z.B. Leistungspunkte oder Noten nach dem Aufenthalt an der Partneruniversität vom hiesigen Prüfungsausschuss angerechnet werden. 

    Das Auslandsmodul gestaltet dieses Verfahren deutlich flexibler. Im Rahmen des Moduls muss lediglich nachgewiesen werden, dass

    1. der Inhalt mit dem Studium an der LUH in Verbindung gesetzte werden kann und
    2. die Prüfungsform den Vorgaben der jeweiligen Prüfungsordnung (BA / MA) entspricht. 

    Neben dem positiven Effekt eines Auslandssemesters an sich, bietet sich Studierenden folglich mehr Möglichkeiten anerkennbare Inhalte an unseren Partneruniversitäten zu studieren. Ziel ist es mehr Flexibilität im Studium und die effizientere Nutzung unserer internationalen Kooperationen herzustellen.

    Auslandserfahrung zu sammeln wird so durch eine effiziente Möglichkeit ergänzt, fachspezifische Kenntnisse und studiumsrelevante Fähigkeiten zu erweitern bzw. zu vertiefen, ohne dabei befürchten zu müssen im Studium am IPW/an der LUH zu stagnieren. Außerdem können die Studien- und Forschungsschwerpunkte unserer Partner besser wahrgenommen werden.

  • Departmental Coordinator / Academic Coordinator

    Die beiden Institute - für Soziologie und für Politikwissenschaft - koordinieren den Bereich des Auslandsstudiums über das Departmental International Office. Deren Leitung wird allgemein als Departmental Coordinator bezeichnet. 

    Die Anerkennungsbeauftragten, häufig gleichzeitig Studiengangkoordinatoren, tragen die Bezeichnung Academic Coordinator. Sie arbeiten in Anerkennungsfragen mit dem Departmental Coordinator zusammen. 

    Während an manchen Instituten oder Fakultäten eine Person alle Aufgaben übernimmt, sind die Positionen am IPW & ISH derzeit wie folgt besetzt:

    Departmental Coordinator: Christoph Garwe
    Academic Coordinator IPW: Dr. Stefan Plaß
    Academic Coordinator ISH: Dr. Ingo Bultmann
    Academic Coordinator MA Wiss. & Gesellschaft: Saskia-Rabea Schrade

  • ECTS

    Im Hochschulraum der EU gilt das ECTS-System, d.h. Leistungspunkt und Noten, die an einer Partneruniversität erworben wurden, werden im Rahmen des European Credits Transfer System an anderen Standorten anerkannt.

  • Erasmus Code

    Jede Universität hat ihren eigenen Erasmus Code. Dieser lautet für die Leibniz Universität Hannover: D HANNOVE 01.

  • Institutional Coordinator

    Das Hochschulbüro für Internationales (H.I., auch International Office) ist für die gesamtuniversitäre Koordination der Leibniz Universität Hannover zuständig. Institutional Coordinator ist Herr Andree Klann.
    Ansprechpartner für alle "Outgoings" ist Herr Thomas Hobohm.

  • ISCED-F-Code

    Die "Internationale Standardklassifikation für Bildung" (International Standard Classification of Education, kurz ISCED) wurde von der UNESCO entwickelt, um Vergleiche von Bildungsstatistiken und -indikatoren zwischen Ländern, auf der Grundlage einheitlicher und international vereinbarter Definitionen, zu ermöglichen. Hierfür erhielten die unterschiedlichsten Forschungsdisziplinen ihren eignen Code. Für den Bereich der Politikwissenschaften oder die Sozialwissenschaften und Soziologie, lauten diese wie folgt: 

    • Sociology and Cultural Studies  =  0314  
    • Political Science (and Civics) = 0312
    • Social and Behavioural Sciences =  0319   
    • Social and Behavioural Sciences not further defined = 0310  
  • Learning Agreement

    Das Learning Agreement ist eine Art Semesterstundenplan. Es muss vor Reiseantritt ausgefüllt und von der/dem Verantwortlichen des Hochschulbüros für Internationales (Institutional Coordinator) sowie von Seite der Fächer (Departmental Coordinator) unterzeichnet werden.

    Die aufgeführten Kurse vor Beginn des Semesters beziehen sich häufig auf alte Vorlesungsverzeichnisse. Vor Ort wird das Learning Agreement bis zu einer bestimmten Frist erneuert und dem dann aktuellen Vorlesungsverzeichnis auf der zweiten Seite ("Changes") angepasst. In der Regel wird den Studierenden hierfür etwa zwei Wochen Zeit eingeräumt, um sich zu orientieren.

    Bei der Wahl der Kurse sollte stets Rücksprache mit der ERASMUS-Koordination gehalten werden. So soll von vornherein sichergestellt werden, dass sich die erfolgreich erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen auch am Ende anrechnen lassen.

    Detaillierte Informationen sowie ein Musterbeispiel des ausgefüllten Learning Agreements sind hier einzusehen.

  • Transcript of Records

    Das Transcript of Records ist das Zeugnis, das die Studierenden nach ihrem Aufenthalt von der Gasthochschule ausgestellt bekommen. Es gibt Auskunft über die erfolgreich bestandenen Kurse, die erreichten Credit Points und die erzielten Noten. Es dient als Grundlage für die Umrechnung in studienrelevante Leistungen. Gewöhnlich wird es den Studierenden nach ihrer Rückkehr zugesandt.