Profil
An der Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung und Politik erforscht der Arbeitsbereich “Öffentliche Verwaltung und Politik” das Management öffentlicher Organisationen sowie deren Einfluss auf Politik und Gesellschaft.
Der Arbeitsbereich untersucht das Phänomen der Verwaltung in seiner ganzen Breite, von der kommunalen Ebene, den persönlichen Interaktionen mit Bürgerinnen und Bürgern und dem Einsatz künstlicher Intelligenz bis hin zu internationalen Organisationen in der globalen Politikgestaltung und ‑umsetzung.
Ein methodischer Schwerpunkt am Arbeitsbereich ist die Erforschung des Einsatzes von computergestützter Textanalyse und maschinellem Lernen für die Untersuchung politischer Phänomene.
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Steffen Eckhard
Forschung
Der Arbeitsbereich leitet verschiedene mehrjährige Forschungsprojekte an der Leibniz Universität Hannover sowie in Kooperation mit internationalen Partnern und Universitäten:
Innovationen im lokalen Krisenmanagement (InnoLoK): An das HybOrg-Projekt zur sogenannten Flüchtlingskrise anknüpfend, fragt das Projekt nach den gesellschaftlichen Auswirkungen von Variationen im lokalen Krisenmanagement mit Fokus auf die Covid-19-Pandemie. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Verwaltungssprache in Behörden-Bürger Interaktionen: Der Übergang von menschlicher zu künstlicher Intelligenz: Das vom Europäischen Forschungsrat (ERC) finanzierte Projekt untersucht, wie sich Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern verändert, wenn Künstliche Intelligenz menschliche Interaktion ergänzt oder ersetzt. Dabei werden reale und experimentelle Gesprächssituationen analysiert, um die Wirkung unterschiedlicher Kommunikationsformen auf Verständlichkeit, Fairness und Vertrauen zu erfassen. Ziel ist es, Behörden evidenzbasierte Empfehlungen für bürgernahe, verständliche und faire Kommunikation im digitalen Zeitalter zu geben.
Die Erklärung der Performanz internationaler Organisationen: Zunehmend stehen internationale Organisationen und ihre Verwaltungen im Mittelpunkt von Kritik und Politisierung. Das Projekt untersucht die Konsequenz dieser Dynamiken für ihre Performanz bei der Politikumsetzung. Mittels Textmining und Natural Language Processing wird ein Datensatz mit über 20,000 Evaluationsberichten erstellt und erforscht. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Lehre
Der Arbeitsbereich bietet Veranstaltungen im Bereich der politikwissenschaftlichen Verwaltungs-, Policy-, und Organisationsforschung an. Thematische Schwerpunkte in den weiterführenden Veranstaltungen sind internationale Verwaltungen in globalen politischen Prozessen, insbesondere im Bereich Frieden und Sicherheit; sowie lokales Verwaltungshandeln an der Schnittstelle zwischen Staat und Bevölkerung. Vereinzelt bietet der Arbeitsbereich forschungsangewandte Seminare an, bei denen der Fokus auf der Anwendung konkreter Methoden oder Datenerhebungstechniken liegt.
Ziel der Lehre ist es, Studierenden Wissen bezüglich der Funktionsweise öffentlicher Organisationen zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die Begegnung von Theorie und Praxis: Studierende lernen in den Seminaren grundlegende theoretische Perspektiven auf öffentliche Institutionen kennen und diskutieren diese anhand praktischer und aktueller Beispiele aus Politikgestaltung und -umsetzung. Durch die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Forschungsmethoden werden Studierende zudem in die Lage versetzt, eigenständig studentische Forschungsarbeit zu leisten.
Aktuelle Lehrveranstaltungen des Arbeitsbereiches finden Sie im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis des Instituts für Politikwissenschaft.