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PEARLS

PEARLS - Preventing Early School Leaving

Leitung: Prof. Dr. Dirk Lange; Koordination: Meike Jens

Förderung: Erasmus+ Programm; Volumen: 257.000 EUR

Link zur PEARLS-Projektwebseitehttp://www.pearls-erasmus.eu

Projektbeschreibung

Schulabbruch ist ein gravierendes Problem in der EU und in vielen Beitrittskandidaten-Ländern. 17,7% beträgt die Rate der Schulabbrecher/innen in Rumänien, in der Türkei sind es 38,2% (2014).

Pro Jahr beenden ca. 5,5 Millionen der 18-24jährigen die Sekundarstufe nicht, sie sind ebenfalls nicht in Ausbildung. Besonders hoch ist das Risiko eines Schulabbruchs für benachteiligte Jugendliche, für Jugendliche mit einem sogenannten Migrationshintergrund und für nationale Minderheiten, z.B. Roma.

Als präventive Maßnahmen gegen Schulabbruch empfiehlt die EU, z.B

  • Die Wertschätzung der sprachlichen Vielfalt und die Unterstützung von Kindern mit einer anderen Muttersprache
  • Die Stärkung des elterlichen Engagements

Auf der Interventionsebene wird u.a. folgendes empfohlen

  • Schulen werden zu Lerngemeinschaften entwickelt. Zusammen mit Migranten- und Minderheitenorganisationen, Sport- und Kultureinrichtungen etc. werden Schüler/innen ganzheitlich gefördert und unterstützt
  • Lehrer/innen bilden sich weiter, um besser mit der Diversität im Klassenzimmer umzugehen und benachteiligte Schüler/innen
  • Außerschulische Angebote schaffen, um das Selbstwertgefühlt gefährdeter Schüler/innen zu stärken

[vgl.: Empfehlungen des Rates der Europäischen Union für politische Strategien zur Senkung der Schulabbrecherquote (2011/C 191/01)]

Diese Empfehlungen werden in Grundschulen in Ungarn, in Rumänien, der Türkei und in sogenannten Brennpunktschulen in Berlin umgesetzt. Möglich ist dies durch einen Zuschuss der EU-Kommission für das PEARLS Projekt "Preventing Early School Leaving Through Inclusive Strategies" (Erasmus+ Bereich Schulbildung).

Insgesamt arbeiten in PEARLS neun Organisationen aus fünf Staaten zusammen (2014-2017), zum Konsortium gehören auch: Der Humanistische Verband Deutschlands, der für 50.000 Schülerinnen das freiwillige Unterrichtsfach „Lebenskunde“ anbietet; die Artemisszio Stiftung in Ungarn (NGO), die Roma-Organisationen Gipsy-Eye (Rumänien) und die Tekirdağ Solidaritäts-Assoziation (Türkei) sowie die staatliche Agentur für Lehrerausbildung in Kroatien.

Der Arbeitsbereich Didaktik der Politischen Bildung war Antragssteller und leitet das Vorhaben.

 

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.
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