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Vergleichende Regierungslehre und Politisches System Deutschlands

Neuer Professor am Institut für Politische Wissenschaft

 

Zum 1. September 2014 wird Herr Prof. Dr. rer. pol. Christoph Hönnige die W3-Professur für „Vergleichende Regierungslehre und politisches System der BRD“ am Institut für Politische Wissenschaft antreten.

 

Christoph Hönnige ist seit 2011 Professor für das Politische System der Bundesrepublik Deutschland an der Universität Göttingen. Nach seinem Studium der Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz war er von 2002 bis 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft bei Prof. Dr. Herbert Döring und Prof. Dr. Steffen Ganghof in Potsdam und promovierte dort 2006. Vor seiner Berufung nach Göttingen hatte er von 2008 bis 2011 eine Juniorprofessur für Innenpolitik und Vergleichende Regierungslehre an der Technischen Universität Kaiserslautern inne.

 

Der Arbeitsbereich „Politische Systeme und Regierungslehre“ umfasst zwei etablierte Teildisziplinen der deutschen Politikwissenschaft. Er beschäftigt sich zum einen mit den politischen Strukturen und Prozessen der Bundesrepublik Deutschland und zum anderen mit der vergleichenden Analyse politischer Systeme. Im Zentrum des Interesses steht dabei in beiden Bereichen die Betrachtung kollektiver Entscheidungsprozesse und der sie tragenden Regierungssysteme, insbesondere die Entwicklung und Funktionsweise politischer Institutionen, der politischen Prozesse und die Rolle politischer Akteure wie z.B. Parteien und Verbänden. Der Regierungslehre steht dabei ein breites theoretisches Spektrum zur Verfügung, auf dessen Grundlage analytische Konzepte den systematischen Vergleich verschiedener Regierungssysteme und ihrer Elemente ermöglichen. Die Frageperspektiven reichen von historischen Beschreibungen bis zu erklärenden Modellen, die untersuchten politischen Systeme von etablierten europäischen über junge Demokratien bis hin zum supranationalen Mehrebenensystem der Europäischen Union.

 

In der Forschung nimmt Herr Hönnige eine vergleichende west- und osteuropäische Perspektive mit Fokus auf Verfassungsgerichte als Teil der rechtstaatlichen Ordnung ein. Er leitet in diesem Zusammenhang aktuell das DFG-Projekt „Das Bundesverfassungsgericht als Vetospieler“ mit Thomas Geschwend. Darüber hinaus forscht er zum Mehrebenensystem der BRD sowie zum Verfassungswandel im Mehrebenensystem, dem Bundesverfassungsgericht und der Verwaltungsmodernisierung. In allen Gebieten untersucht er die verhaltensstrukturierende Wirkung von institutionellen Regeln. Kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte fokussieren auf den Einfluss beratender Ausschüsse im Vergleich („Voice Without Vote - Herausforderungen für den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen?“ mit Diana Panke, Förderung durch die Fritz-Thyssen-Stiftung). Herr Hönnige ist auch Mitglied beim Comparative Policy Agenda Project von Prof. Frank Baumgartner und Prof. Bryan Jones, Seattle im Bereich der Policy-Forschung.

 

Im Jahr 2009 rief Christoph Hönnige zusammen mit Sylvain Brouard (Science-Po, Bordeaux) die Standing Group on Law and Politics des European Consortium für Policial Research ins Leben, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf diesem Gebiet zusammenführt.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.christoph-hoennige.de